Willkommen beim Besser Schlafen Podcast
Folge #176
Ja, Lesen hilft beim Einschlafen. Ein Buch am Abend entschleunigt das Nervensystem, baut Stress ab und signalisiert dem Körper verlässlich das Ende des Tages. Im Gegensatz zu Smartphones oder Fernsehern blendet das analoge Umblättern künstliches blaues Licht aus und gibt den Gedanken Raum zum Entspannen. Entscheidend für den schlaffördernden Effekt ist jedoch, welche Lektüre auf dem Nachttisch liegt.
Warum ein Buch lesen beim Einschlafen besser wirkt als der Bildschirm
In dieser Episode des Besser Schlafen Podcasts spreche ich, Eva, mit Nanna, Inhaberin der Diversity-Buchhandlung Happy in Frankfurt. Wir diskutieren, wie unaufgeregte Lektüre, Vorlesen und das Phänomen Healing Fiction deine ideale Schlafhygiene unterstützen.
Wer abends ein Buch liest, um einzuschlafen, schafft eine klare Grenze zwischen Arbeitswelt und Regeneration. Das Scrollen durch soziale Medien hält das Gehirn durch ständige Reize und den Drang zur Selbstoptimierung in Dauerbereitschaft. Gedruckte Seiten sprechen dagegen unsere Haptik an: Der Geruch des Papiers, das visuelle Verfolgen der Zeilen und das schrittweise Umblättern verankern uns im Hier und Jetzt. Das Gehirn konzentriert sich auf eine einzelne Geschichte, ohne von Informationsüberflutung gestresst zu werden.
Die richtige Lektüre: Von Healing Fiction bis zur passenden Abendlektüre
Welcher Text zum Einschlafen geeignet ist, unterscheidet sich individuell. Während aufwühlende Nachrichten, politische Debatten oder schwere Schicksale das Gemüt belasten können, schenken ruhige Genres echte Erholung.
Besonders das Genre Healing Fiction – ursprünglich aus Japan und Südkorea – gewinnt an Beliebtheit. Diese Geschichten kommen ohne großes Drama aus und spielen an gemütlichen Orten wie kleinen Buchhandlungen, Cafés oder Bibliotheken.
5 empfehlenswerte Bücher für die Abendstunden:
- Frau Komachi empfiehlt ein Buch (Michiko Aoyama)
- Die Tage in der Buchhandlung Morisaki (Satoshi Yagisawa)
- Bevor der Kaffee abkühlt (Toshikazu Kawaguchi)
- Die zweitgrößte Liebe (Ruth Maria Thomas)
- Kummer aller Art (Mariana Leky)
Wer intensivere, emotionale Lektüre bevorzugt – wie etwa den Roman Mit beiden Händen den Himmel entgegen –, verlegt diese meist lieber auf die Tagesstunden. Am Abend gilt: Erlaubt ist, was gut tut und das Herz nicht in Alarmbereitschaft versetzt.
Lesen im Bett als Ritual: Vorlesen & die richtige Haltung
Das Ritual des Vorlesens ist längst nicht nur etwas für Kinder, obwohl es nachweislich deren spätere Leselust und Entwicklung fördert. Auch Paare und Erwachsene profitieren davon, sich abends gegenseitig aus Büchern vorzulesen. Es schafft Nähe, beruhigt die eigene Stimme und nimmt den Druck, nach einem langen Tag noch etwas leisten zu müssen.
Damit das Lesen im Bett ergonomisch entspannt bleibt, hilft die passende Ausstattung. Motorisch verstellbare Lattenroste ermöglichen es, den Oberkörper auf Knopfdruck sanft aufzurichten. So sitzt man bequem abgestützt, ohne die Schulterzone zu belasten. Nach dem letzten Kapitel fährt das Kopfteil stufenlos wieder nach unten, sodass man direkt in die Schlafposition gleiten kann.
Ob man abends lieber zu einem Buch greift oder eine Serie schaut, bleibt eine persönliche Entscheidung ohne Bewertung. Ein gutes Buch stellt jedoch keine Ansprüche an uns. Es bietet einen geschützten Raum, um zur Ruhe zu kommen und dem Geist die verdiente Nachtruhe zu schenken.







