Willkommen beim Besser Schlafen Podcast
Folge #159
Ja – Singen kann beim Einschlafen helfen, weil es Stress reduziert, das Loslassen erleichtert und den Körper spürbar in einen ruhigeren Zustand bringt. Genau das zeigt das Gespräch mit Gesangslehrerin und Stimmtrainerin Jana Rosenberger, die sieben Abende lang vor dem Schlafengehen gesungen und gesummt hat – mit überraschend deutlicher Wirkung auf ihren Schlaf.
In dieser Folge des BESSER SCHLAFEN Podcasts sprechen wir darüber, warum Singen kein Leistungsthema ist, sondern ein einfacher, körperlicher Weg zurück zur Ruhe, Erdung und inneren Sicherheit.
Was hat Singen mit Schlaf zu tun?
Singen versetzt uns in einen Zustand des Loslassens.
Jana beschreibt, dass sie sich nach dem Singen abends schwer, geerdet und ruhig gefühlt hat – und bereits in der ersten Nacht tief und ruhig geschlafen hat. Im Vergleich zu ihrem sonst eher unruhigen Schlaf war sie nachts deutlich entspannter und weniger aktiv.
Der Zusammenhang ist kein Zufall: Singen hilft, Stress abzubauen und den Körper aus dem inneren Alarmmodus herauszuführen. Genau dieser Zustand ist eine wichtige Voraussetzung, um überhaupt einschlafen zu können.
Warum wirkt Singen stresslösend – ganz ohne Leistungsdruck?
Entscheidend ist, wie wir singen.
Nicht für andere, nicht „schön“, nicht korrekt – sondern für uns selbst. Jana betont, dass Singen ohne Leistungsanspruch das Stresslevel senkt und Selbstsicherheit fördert. Es hilft uns, unsere eigene Kontur wiederzufinden, gerade dann, wenn wir uns im Alltag verloren fühlen.
Dabei kann Singen auch emotional wirken: Tränen oder starke Gefühle sind nichts Ungewöhnliches. Sie zeigen, dass sich etwas löst. Jana beschreibt das Singen als emotionales Ventil, das am Ende zu einer freieren Stimme und einem spürbaren Gefühl des Loslassens führt.
Kann Singen helfen, abends besser loszulassen?
Ja – und zwar nicht nur abends.
Singen ist eine Übung fürs Loslassen, die wir tagsüber trainieren können. Wer tagsüber lernt, Spannung über Stimme, Atem und Klang loszulassen, dem fällt es nachts leichter, Gedanken und körperliche Anspannung gehen zu lassen.
Das macht Singen zu einem sanften Werkzeug, um den Übergang vom aktiven Tag in die Ruhe der Nacht vorzubereiten.
Welche Rolle spielt die Atmung beim Singen und Schlafen?
Im Gespräch wird deutlich: Es geht weniger um Gesangstechnik als um natürliche Atmung. Jana empfiehlt, Atemübungen direkt im Bett zu machen – als Basis für mehr Ruhe, nicht nur für den Schlaf, sondern auch für den Alltag.
Ein Thema sind dabei auch Zunge und Kiefer. Eine angespannte Zunge oder ein verspannter Kiefer kann den Klangraum einengen und zu unangenehmen Empfindungen führen. Dehnübungen für diese Bereiche vor dem Singen können helfen, Spannung zu lösen.
Zusätzlich sprechen wir über die Bedeutung der Nasenatmung im Schlaf. Sie filtert und erwärmt die Luft und unterstützt die Regeneration. Wenn der Mund nachts unbewusst offen ist, können Hilfsmittel wie Mund-Tapes oder Nasenstreifen dabei unterstützen, die Nasenatmung zu fördern.
Welche einfachen Übungen aus der Folge kannst du direkt ausprobieren?
Jana leitet im Podcast bewusst niederschwellige Übungen an:
- Atemübung:
Lege die Hände auf den Bauch und atme tief in Bauch und Beckenboden ein. Beim Ausatmen durch den Mund darf ein leises Seufzen entstehen – ganz ohne Druck. - Summen:
Summen ist ein sanfter Einstieg ins Singen. Du kannst den Klang bewusst zu angespannten Körperstellen „schicken“. Um dich selbst besser zu hören, kannst du dabei leicht deine Ohren verschließen.
Beide Übungen laden dazu ein, den Körper wahrzunehmen und Spannung loszulassen – ohne etwas „richtig“ machen zu müssen.
Warum wir eigentlich viel mehr singen dürften
Janas Fazit ist klar: Wir singen zu wenig – vor allem gemeinsam.
Dabei ist Singen eines der einfachsten Werkzeuge, um Gefühle zu regulieren und das Nervensystem zu beruhigen. Es braucht keine Bühne, keine Technik, keine Vorbereitung. Nur dich und deine Stimme.
Podcast Folge über Singen & Schlaf anhören
✨ Wenn du neugierig bist, wie sich das anfühlt und die Übungen direkt miterleben möchtest, hör unbedingt in die Podcastfolge rein.
Manchmal beginnt besserer Schlaf nicht im Bett – sondern mit einem Ton, der von innen kommt.







